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Der etwas subjektivere - nicht ganz ernst gemeinte - Rückblick

Die meisten der Zuschauer dürften sich verwundert die fußballkundigen Augen gerieben haben, so eine Partie hat man schon lange nicht mehr gesehen. Das Revierderby zwischen Dortmund und Schalke war dagegen ein Kindergeburtstag mit Topfschlagen und blinde Kuh.

Das Geschehen auf dem Rasen war weiter allerdings nicht spektakulär: Die aufgeweckte Waldershofer Defensivreihe überlistete sich eine ums andere Mal mit geschickten Flippereinlagen in und um den eigenen Sechzehner. Besonders herausragend war dabei deren Keeper, den anscheinend sein Gegenüber, Mane Potter, der Mann mit den überirdischen Kräften, mit einem Bann belegt hatte. Jedenfalls versuchte der TSV-”Torwart” konsequent keinen einzigen Ball sicher festzuhalten, verwunderlich, dass die Topangreifer des FCT mit ihrem erfahrenen Leitwolf Christoph B. und dem jungen, unbekümmerten Thomas W. kein Kapital daraus schlagen konnten. Die Treffer für unsere Elf erzielte dann der zweimal perfekt positionierte Jiri S. Danach verfielen die Tabellenführer in ihren üblichen Trott: Torchancen wurden manchmal überragend herausgespielt und ebenso überragend vergeben. Außerdem beeindruckte Michael K. im Zweikampf, wo ihm anscheinend zusätzliche Gliedmaßen wuchsen und mit seinen eingesprungenen Taekwandoogrätschen.

Zweifellos inspiriert durch die filigranen Flugeinlagen mit anschließendem Ballgewinn zogen auch die Walderhofer in den Kampf: Grobschlächtig und übermotiviert wurden die strammen Waden der feschen FC’ler ins Visier genommen. Jetzt bekam das zahlende Publikum ein Filetstück regionaler Fußballkunst geboten, nachgezeichnet als klassisches Drama in fünf Akten:

1. Exposition/Einleitung: Der Schiedsrichter, der schon die gesamte Spielzeit über seine Entscheidungen wohlüberlegt abwägte, und dann durch wahlloses Armausstrecken verkündete, laborierte wahrscheinlich schon an einer leichten Geduldsfadendehnung. Der FC Tirschenreuth hatte inzwischen das Fußballspielen eingestellt und agierte im FC Chelsea-Gedenkstil mit langen Bällen.

2. Steigerung: Wie heraufbeschworen erzielte der TSV Waldershof den Anschlusstreffer. Und es ging weiter in Richtung FC-Kasten. Nach einem hohen Ball, den sich der Magier im Tor locker herunterhexte, kam es zum Crash. Florian T., der kompromissloseste Kreisligakicker der Republik wurde vom Gästetorschützen Volley genommen. Daraufhin wurde der FC-Keeper zum menschlichen Megaphon, der Stafraumflüsterer vom Sportpark erklärte dem Sünder Auge in Auge sein moralisches Fehlverhalten. Der souveräne Richtungsanzeiger ließ den weisen Worten dann bunte Taten folgen. Gelb-Rot, der Beginn der Kartenspiele in der Kreisstadt.

3. Höhepunkt: Dann bekam Edelreservist Marco W., der zuvor sowohl das Spielgeschehen als auch die Schiedsrichterassistentin aufmerksam beobachtet hatte, seinen großen Auftritt. Er trug seinen Teil zum Erfolg bei, indem er direkt vor der prominent besetzten FC-Bank von hinten umgesäbelt wurde. Ein Pfiff - viele Schreie! Rot. Spätestens jetzt waren die Gemüter mehr als erhitzt.

4. Retardierendes Moment/Verzögerung: Eigentlich fehlt dieser Teil komplett, die ganze Geschichte steuerte unaufhaltsam auf die komplette Katastrophe zu.

5. Katastrophe: Ein Finale Furioso, ein Ende mit Schrecken für die Gäste oder doch ein Schrecken ohne Ende, immerhin wurden geschätzte 15 Minuten nachgespielt?! Eingeläutet wurde der spektakuläre Schlussakt durch den alternden Superstar Christoph B., der nach Vorlage vom Juwel aus der Jugendabteilung Bastian P. das vorentscheidende 3:1 erzielte. Dann schlug der Kartenspieler der Kreisliga wieder zu und verwies einen weiteren Gästespieler vom Wimbledonrasen. Der Schlingel hatte wohl böse Sachen über ihn gesagt. Sieben Feldspieler aus Waldershof schlichen zurück Richtung Anstoßpunkt. Dann aber entschieden sich die sympathischen Sportler doch für einen anderen Weg. Anscheinend als große Geste gegenüber den Siegern, deren Überlegenheit sie anerkannten, wollte der dezimierte Haufen Elend aus Waldershof den Platz verlassen und kapitulieren. Die feinfühligen Oberpfälzer Fußballversteher rund um den Platz applaudierten brav. Diese Beifallsbekundungen, in die sich auch hin und wieder ein aufmunternder Schrei mischte, bewog die besiegten Gladiatoren dann doch zurückzukehren und die restliche, sinnlose Nachspielzeit über sich ergehen zu lassen.

Der ganz normale Wahnsinn auf den Amateurfußballfeldern hat ein neues Kapitel und wer weiß, eventuell schreiben die Temperamentsbolzen aus Mähring heute ein weiteres. Zumal noch eine kleine Rechnung aus dem Hinspiel offen ist.

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