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Chronik Eisstock

Obwohl das Eisstockschießen schon vor dem Krieg auf den Weihern rund um die Kreisstadt ausgeübt wurde, hat sich diese Art der Freizeitbeschäftigung erst ab den 60er Jahren allmählich gemausert. Auch beim FC fanden sich immer mehr Eisstockbegeisterte, welche sich an den Wochenenden auf der glatten Eisfläche trafen und damals noch „wild“ nach der Daube schossen. Im Landkreis gab es bereits mehrere Eisstockvereine, welche Meisterschaften ausspielten. So kam die Idee, eine Sparte zu gründen.

Am 28. März 1979 wurde schließlich dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt. Oskar Glettner (damals 2. Vorstand) traf sich mit zwölf eisstockinteressierten Mitgliedern im Gasthof Kühn zur Gründungsversammlung. Martin Krenner wurde zum Spartenleiter gewählt, Horst Krummel wurde sein Stellvertreter und Max Fenzl fungierte als Kassier. 

Das Eisstockschießen wurde mittlerweilen auch auf Asphaltbahnen ausgetragen, da die Laufsohlen der Eisstockkörper nun ausgewechselt werden konnten. Deshalb nahmen die FC-Schützen im ersten Jahr schon an 21 Turnieren teil. Das Gründungsturnier wurde im Januar 1980 auf den Teich neben dem FC-Vereinsheim der Fußballer ausgetragen. 21 Moarschaften nahmen daran teil, Sieger wurde der ATSV Tirschenreuth. Noch im gleichen Jahr stieg die zweite Mannschaft in die B-Klasse auf. Nach der Erneuerung der Asphaltbahn beim Schwimmbad boten sich den Eisstockschützen ideale Trainingsverhältnisse.

In den folgenden Jahren hielt die Begeisterung für den Eisstocksport an. 1983 nahm erstmals eine Mixed-Mannschaft an Meisterschaften teil. An der Stadtmeisterschaft beteiligten sich 30 Moarschaften. Ein Jahr später wurde sogar eine Damenmannschaft gegründet. Die erste Herrenmannschaft feierte den Aufstieg in die A-Klasse. Die erfolgreichste Saison verzeichnete die junge Sparte im Jahr 1989, in dem man bei drei Sommer- und zwei Wintermeisterschaften fünf Aufstiegsplätze erreichte. Zu den drei Jubiläumsturnieren konnte Spartenleiter Helmut Neid insgesamt 41 Moarschaften begrüßen. 

In den 90er Jahren dominierten die FC-Moarschaften nicht nur bei den Stadtmeisterschaften. Nach dem Aufstieg in die Kreisliga, gelangen 1997 und 1999 mit dem Aufstieg in die Bezirksliga die größten sportlichen Erfolge. Die neue Spielklasse konnte jedoch nicht gehalten werden. Die 1983 errichtete schmucke Eisstockhütte steht seit 1997 auf vereinseigenem Grund.

In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der aktiven Schützen verringert, obwohl die der Mitglieder auf 115 stieg. Aus Altersgründen und teilweise auch krankheitsbedingt verabschiedeten sich einige Leistungsträger. Die Mannschaften befinden sich zur Zeit im Umbruch. Junge Kräfte, einige davon aus dem Fußballlager, zeigten Interesse am Eisstockschießen, sodass eine zweite Mannschaft angemeldet wurde. Sie nahm bereits an Meisterschaften und an Privatturnieren teil. Auch einige Ehefrauen fanden sich zum Training ein. Deshalb wird eine Mixed- oder Damenmannschaft angestrebt.

Im Rahmen der kleinen Gartenschau wurde die Asphaltbahn am Schwimmbad saniert. Die Sparte leistete dazu einen großen finanziellen Beitrag, sodass auch eine Flutlichtanlage installiert werden konnte. 

In den Wintermonaten bietet die Sparte allen FC-Mitgliedern eine Abwechslung durch die Vereinsmeisterschaft, den Presssack-Cup, die Stadtmeisterschaft und den Stürmerbühl-Cup. Im Sommer findet das Ring- und Stockschießen statt, bei dem Maßen, Anstellen und Schießen gefragt sind. Auch das Gesellige steht bei der Sparte Eisstock im Vordergrund. Zur jährlichen Weihnachtsfeier kommen die Vatertagswanderung, das Zoiglfest und neuerdings der Vereinsausflug.

Leider wird der Eisstocksport immer noch als „Sport für Rentner“ verkannt. Ein unverbindliches Training könnte jedoch bei Manchem die Meinung ändern. Deshalb heißen die Schützen jeden willkommen, der am Donnerstag ab 18 Uhr und während der Gartenschau manchmal auch am Sonntag ab 10 Uhr auf der Asphaltbahn beim Schwimmbad mittrainieren möchte.  Platten- und Stockmaterial werden vom Verein gestellt. Auch Damen sind herzlich willkommen.